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Wer ein Internat in Großbritannien, der Schweiz oder den USA in Betracht zieht, stößt schnell auf eine zentrale Frage: Welche Noten braucht man eigentlich, um aufgenommen zu werden? Erfreulicherweise gibt es hierfür keine pauschale Antwort und somit keine Mindestnoten, die für alle Internate gelten. In den meisten Fällen werden Bewerberinnen und Bewerber ganzheitlich betrachtet.
Im Vergleich dazu spielen Zeugnisse bei der Internatsaufnahme in Deutschland oft eine zentralere Rolle.
Während ungefähr 5% aller Internate eine feste Mindestnote für die Bewerbung haben, sind sie an anderen Internaten wiederrum nicht entscheidend für eine Aufnahme. Wie sie bewertet werden und in welchem Verhältnis sie zu anderen Auswahlkriterien stehen, unterscheidet sich deutlich. Genau das ordnen wir in diesem Artikel Schritt für Schritt ein.
Das Wichtigste in Kürze:
- Überwiegend gibt es keine einheitlichen Mindestnoten für Internate
- Zeugnisse werden immer im Gesamtkontext bewertet
- England, Schweiz und USA unterscheiden sich im Aufnahmeverfahren
- Gute Noten sind besonders an selektiveren Internaten hilfreich
- Die meisten Internate legen Wert auf eine ganzheitliche Betrachtung der Schülerinnen und Schüler
- Interviews, Tests und Empfehlungsschreiben sind ebenfalls wichtige Faktoren
Gibt es Mindestnoten für Internate?
Überwiegend gibt es keine festen Mindestnoten an den Internaten in Großbritannien, der Schweiz oder den USA. Sehr wenige selektive britische Internate, wie beispielsweise das Haileybury College und das Ardingly College setzen eine Mindestnote voraus, um zu den Eingangstests zugelassen zu werden. Damit gehören diese Schulen jedoch zur Ausnahme, da über 90% der Internate keine festen Mindestnoten verlangen, um zum Bewerbungsverfahren zugelassen zu werden. Die meisten Internate betrachten Bewerberinnen und Bewerber ganzheitlich. Neben den Noten spielen also auch die Interessen, die individuellen Stärken, die Motivation und das Entwicklungspotenzial eine Rolle. So finden wir sowohl für Schülerinnen und Schüler mit sehr guten Leistungen als auch für Kinder mit unterschiedlichen schulischen Voraussetzungen passende Schulen, an denen sie gefördert werden und sich weiterentwickeln können.
Gerade bei Boarding Schools in Großbritannien zeigt sich dieses Prinzip besonders deutlich: Die Aufnahmeentscheidung orientiert sich weniger an den einzelnen Noten im Zeugnis als an der Frage, ob ein Schüler persönlich in das jeweilige Schulmodell und die damit verbundenen Förderungsmöglichkeiten eingebettet werden kann.
Wenn Sie speziell zwischen einem Internat in England und einem Internat in den USA schwanken, empfehlen wir unseren Ratgeber „Internat in England oder in den USA – was passt zu meinem Kind?“
Welchen Notenschnitt braucht man für ein Internat in England?
Grundsätzlich gibt es keinen einheitlichen Notenschnitt, der für alle Internate in England gleichermaßen gilt. Viele Schulen freuen sich über Bewerberinnen und Bewerber mit guten Leistungen. Es gibt jedoch auch Internate wie das Haileybury und Ardingly College, die einen Notenschnitt von 2,3 oder besser verlangen, um zu den Tests zugelassen zu werden. Gleichzeitig sind an den meisten Internaten jedoch auch Schülerinnen und Schüler mit anderen Notenschnitten herzlich willkommen, entscheidend ist immer das Gesamtbild.
Die Internatslandschaft in Großbritannien ist sehr vielfältig und bietet passende Schulen für unterschiedliche Lernprofile, Stärken und Entwicklungsstände:
- Einige wenige Internate, circa 5-8% die zu den Eliteinternaten gehören, sind besonders akademisch ausgerichtet und legen bei der Aufnahme einen stärkeren Fokus auf schulische Leistungen.
- Viele Internate legen den Schwerpunkt auf individuelle Förderung und schauen weniger auf einzelne Noten, sondern darauf, wie gut Ihr Kind vom jeweiligen Angebot profitieren kann.
- Darüber hinaus gibt es Internate, die unterschiedliche Leistungsniveaus miteinander verbinden und eine sehr gemischte Schülerschaft aufnehmen. Dort wird Vielfalt bewusst als Stärke gesehen und jede Schülerin und jeder Schüler entsprechend gefördert.
Noten sind damit ein wichtiger Orientierungspunkt, aber in den meisten Fällen kein Ausschlusskriterium. Entscheidend ist, ob die Schule insgesamt gut zu den Stärken, Interessen und Zielen Ihres Kindes passt. Für viele Familien spielt parallel auch die Frage der Kosten eine Rolle – erste Orientierung dazu geben wir im Artikel „Was kostet ein Internat?“
Wir sind im gesamten deutschsprachigen Raum für Sie da – ob München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin, Zürich oder Wien. Gern beraten wir Sie telefonisch oder via Videotelefonie. Auf Wunsch ist natürlich auch eine Beratung vor Ort möglich.
Kann man mit schwächeren Noten aufs Internat gehen?
Ja, das ist möglich und damit haben wir gute Erfahrungen. Viele Internate bieten durch kleine Klassengrößen und eine enge persönliche Betreuung sehr gute Voraussetzungen, um Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. Gerade diejenigen, die ihr Potenzial noch nicht vollständig ausschöpfen oder zeitweise schwächere Leistungen zeigen, profitieren häufig besonders von dieser unterstützenden Lernumgebung. Ein wichtiges Element im Bewerbungsprozess ist daher das Gespräch mit der Schule. Darauf bereiten wir Sie und Ihr Kind mit einem Probeinterview durch unseren britischen Botschafter und ehemaligen Schulleiter Corydon Lowde gut vor.
Den Internaten ist dabei vor allem wichtig, dass sich Ihr Kind auf das Leben im Internat freut und sich in der Gemeinschaft wohlfühlen wird. Entscheidend ist, dass im Gespräch oder sogar bei einem Besuch vor Ort ein gutes Gefühl für die Schule entsteht und die Schülerinnen und Schüler motiviert und mit Vorfreude in diese neue Phase starten.
Welche Rolle spielen Noten an Schweizer Internaten?
Wer sich fragt, welche Noten man für ein Internat in der Schweiz braucht, sollte vor allem eines wissen: Schweizer Internate wie z.B. das Institut Le Rosey arbeiten mit Schülern aus sehr unterschiedlichen Bildungssystemen, deshalb werden Zeugnisse besonders vorsichtig und differenziert gelesen. Es gibt keine festen Notenvorgaben, an denen sich die Aufnahme entscheidet.
Im Fokus stehen vor allem:
- das Leistungsniveau der bisherigen Schule
- die Vergleichbarkeit der Zeugnisse
- die Lernhaltung und schulische Entwicklung
Viele Schweizer Internate ergänzen diese Einschätzung durch Einstufungstests. Diese dienen in erster Linie der passenden Klassenzuordnung und nicht als klassische Aufnahmeprüfung. Entsprechend gilt: Noten sind relevant, entscheiden aber selten allein über Aufnahme oder Ablehnung.
Welche Noten braucht man für ein Internat in den USA?
Auch in den USA ist die Internatslandschaft sehr vielfältig. Es gibt unterschiedliche Internatstypen, die sich in ihren Anforderungen unterscheiden.
Der Großteil der Internate in den USA, rund 90 bis 95 %, ist sehr offen in Bezug auf die Noten. Hier werden Schülerinnen und Schüler ganzheitlich betrachtet, sodass Bewerber mit unterschiedlichen schulischen Voraussetzungen sehr gute Chancen auf einen Schulplatz haben.
Ein kleiner Teil der Internate, die eher selektiver und akademisch ausgerichtet sind, stellen höhere Anforderungen an die bisherigen schulischen Leistungen. Dort liegt der geforderte Notendurchschnitt im Bereich von etwa 2,2 oder besser. Diese Schulen bieten in der Regel nur den amerikanischen High-School-Abschluss an, der häufig gezielt auf ein späteres Studium in den USA vorbereitet.
Wie aussagekräftig sind Noten bei der Internatsbewerbung?
Die Schulnoten sind zwar ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung, aber nur einer von mehreren Faktoren. Neben dem Notendurchschnitt berücksichtigen die Internate auch das persönliche Interview sowie die individuelle Motivation. Eliteinternate haben einen stärkeren Blick auf die Noten während weniger selektive Internate auch Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Stärken und verschiedenen Leistungsprofilen aufnehmen. Entscheidend ist für die Schulen vor allem, ob ein Kind gut in das schulische und soziale Umfeld passt und von den Angeboten des Internats profitieren kann. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler aufzunehmen, die sich dort erfolgreich weiterentwickeln und ihr Potenzial bestmöglich entfalten können. Daher gilt: Nicht einzelne Noten, sondern das Gesamtbild der Bewerberin oder des Bewerbers ist entscheidend.
FAQ
Braucht man gute Noten, um auf ein Internat zu gehen?
Um auf ein Internat zu gehen, sind gute Noten hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Entscheidend ist, ob die schulischen Leistungen insgesamt zur Ausrichtung der Schule passen und ob die Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Stärken und Interessen gut gefördert werden können.
Gibt es Unterschiede zwischen England, der Schweiz und den USA?
Ja, es gibt deutliche Unterschiede zwischen England, der Schweiz und den USA. England ist mit über 500 Internaten das klassische Internatsland. Dort gibt es die verschiedensten Gruppen von Internaten. Ein kleiner Teil, etwa fünf Prozent, ist sehr elitär ausgerichtet, hier spielen sehr gute akademische Leistungen eine besonders wichtige Rolle. An den meisten anderen Internaten wird jedoch das Gesamtbild betrachtet, häufig in Kombination mit Aufnahmetests, Interviews und Empfehlungsschreiben. In der Schweiz werden die Leistungen stärker im Kontext des bisherigen Schulsystems eingeordnet und In den USA wiederum ist der Großteil der Internate, rund 95 Prozent, vergleichsweise offen in der Aufnahme.
Können schwächere Noten ausgeglichen werden?
Bei den sehr selektiven Internaten steht der Notenschnitt aber auch das Gesamtbild im Fokus. Bei den meisten anderen Internaten überzeugen aber auch die Motivation, Interviews und Empfehlungsschreiben, sodass Schülerinnen und Schüler mit schwächeren Noten ebenfalls sehr gute Chancen haben.
Sind sehr gute Noten eine Garantie für die Aufnahme?
Sehr gute Noten sind keine Garantie für die Aufnahme an einem Internat. Bei den sehr selektiven Schulen spielen oft auch die schuleigenen Aufnahmetests und das Interview eine große Rolle bei der Entscheidung über ein Platzangebot.
Wann sollte man sich mit den Anforderungen beschäftigen?
Machen Sie sich keine Sorgen, genau dabei unterstützen wir Sie. Als Agentur mit Spezialisierung auf Großbritannien stehen wir täglich im Austausch mit den Internaten und kennen die Anforderungen der einzelnen Schulen sehr genau.
Unser Geschäftsführer Martin Thierfelder begleitet alle Familien persönlich und holt sie genau dort ab, wo sie im Prozess gerade stehen. Wir begleiten Sie und Ihr Kind durch den gesamten Bewerbungsprozess und darüber hinaus.
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Julia Wilmes
Geschäftsleitung
Familien bei diesen wichtigen Schritten im Bildungsweg ihrer Kinder begleiten zu dürfen, ist seit der Gründung von Akademis zu meinem Herzensprojekt geworden. Deshalb ist es mir umso wichtiger, dass wir uns jedem Internatssuchenden einfühlsam und persönlich widmen.







