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Wer sein Kind auf ein Internat in England oder Großbritannien schicken möchte, beschäftigt sich früher oder später mit einer zentralen Frage: Braucht man dafür ein Empfehlungsschreiben? Die Antwort ist nicht pauschal. Genau darin liegt auch die größte Unsicherheit für viele Familien.
Viele Eltern fragen sich: Braucht man ein Empfehlungsschreiben fürs Internat, oder reicht ein gutes Zeugnis und ein überzeugendes Gespräch?
Genau an diesem Punkt wird es komplex. Denn britische Internate bewerten Bewerbungen nicht nach einem festen Schema. Empfehlungsschreiben spielen bei vielen Schulen eine wichtige Rolle, aber nicht bei allen, nicht immer gleich und nicht in derselben Phase des Bewerbungsprozesses. Wer das System versteht, kann gezielt vorbereiten. Wer es unterschätzt, verliert wertvolle Zeit.
Was ist mit Empfehlungsschreiben gemeint?
Im Zusammenhang mit englischen Internaten ist damit in der Regel eine Schulreferenz gemeint. Eine Einschätzung durch die aktuelle Schule, meist verfasst von einer Lehrkraft oder der Schulleitung. Beschrieben wird nicht nur die schulische Leistung, sondern vor allem das Verhalten im Alltag.
Typische Inhalte sind:
- Arbeitsweise und Lernhaltung
- Zuverlässigkeit und Selbstständigkeit
- Umgang mit Feedback und Leistungsdruck
- soziale Integration und Beitrag zur Schulgemeinschaft
Ein Empfehlungsschreiben ist keine Wiederholung des Zeugnisses und auch kein Ersatz für andere Bewerbungsunterlagen. Es ergänzt diese um eine externe Perspektive und liefert Kontext, den Noten allein nicht abbilden.
Gibt es feste Regeln für Bewerbungen an englischen Internaten?
Nein. Und genau das ist ein entscheidender Punkt.
Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass es ein standardisiertes Bewerbungsverfahren für britische Internate gibt. Es gibt kein für alle britischen Internate identisches Bewerbungsverfahren. Viele Schulen arbeiten zwar mit ähnlichen Bausteinen wie Formular, Zeugnisse, Referenzen, Tests und Interview, können diese aber in unterschiedlicher Kombination, Reihenfolge und Gewichtung einsetzen.
In der Praxis bedeutet das:
Manche Internate verlangen zwingend eine Recommendation Letter der aktuellen Schule.
Andere erwarten stattdessen oder zusätzlich einen Motivation Letter, den der zukünftige Internatsschüler selbst schreibt.
Einige Schulen fordern beides.
Auch der Zeitpunkt unterscheidet sich. Teilweise wird die Schulreferenz bereits vor einem Interview angefordert, teilweise erst danach.
Deshalb ist es unerlässlich, die Anforderungen jeder einzelnen Schule genau zu prüfen. Maßgeblich sind immer die Informationen auf der Website des Internats und die Vorgaben des Admissions Office. Wer hier pauschal vorgeht, riskiert formale Fehler oder eine Bewerbung, die nicht zur Schule passt.
Viele Familien entscheiden sich daher früh für eine Beratung zum Internat in England, um Fehlentscheidungen im Bewerbungsprozess zu vermeiden.
Recommendation Letter oder Motivation Letter oder beides?
Diese Unterscheidung ist für viele Familien neu. Der Recommendation Letter stammt von der aktuellen Schule. Der Motivation Letter wird vom Schüler selbst verfasst.
Im Motivation Letter geht es um persönliche Beweggründe, Interessen und Ziele. Warum dieses Internat? Warum England? Was erwartet sich der Schüler von der Schule und was bringt er selbst ein?
Welche Kombination verlangt wird, hängt vom Internat ab. Manche Schulen legen besonderen Wert auf die Stimme des Schülers. Andere möchten zuerst eine externe Einschätzung durch die Schule. Wieder andere kombinieren beide Perspektiven.
Genau deshalb sollte man nicht auf gut Glück beginnen, sondern sich früh mit dem jeweiligen Bewerbungsprozess für Internate in England auseinandersetzen.
Wir sind im gesamten deutschsprachigen Raum für Sie da – ob München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin, Zürich oder Wien. Gern beraten wir Sie telefonisch oder via Videotelefonie. Auf Wunsch ist natürlich auch eine Beratung vor Ort möglich.
Wo bekommt man in Deutschland ein Empfehlungsschreiben?
Besucht Ihr Kind aktuell eine Schule in Deutschland, stammt das Empfehlungsschreiben in der Regel von dort. Geeignete Ansprechpartner sind:
- Klassenlehrerin oder Klassenlehrer
- Fachlehrkräfte, insbesondere in zentralen Fächern
- Schulleitung oder zuständige Koordination
Die Schulform ist dabei zweitrangig. Staatliche Schulen, Privatschulen und internationale Schulen werden von britischen Internaten akzeptiert, solange die Referenz offiziell ist und nachvollziehbar einordnet, in welchem Verhältnis die schreibende Person zum Schüler steht.
Entscheidend ist, dass die Lehrkraft das Kind regelmäßig erlebt hat und konkrete Beobachtungen schildern kann. Ein prominenter Titel ohne inhaltliche Tiefe hilft weniger als eine präzise, ehrliche Einschätzung.
Wie wichtig sind Empfehlungsschreiben in der Praxis?
Wie stark Empfehlungsschreiben gewichtet werden, zeigt sich besonders bei renommierten Internaten. Hurtwood House etwa gilt als eines der bekanntesten und teuersten Internate in England und wird regelmäßig unter den exklusivsten Schulen weltweit genannt.
Dort ist die Schulreferenz ein fester Bestandteil der Auswahl. Sie fließt gemeinsam mit Interview und akademischem Profil in die Entscheidung ein. Bewertet werden nicht nur Leistungen, sondern ausdrücklich auch Reife, Arbeitsbereitschaft, Charakter, Kreativität und der Beitrag zur Schulgemeinschaft.
Das Beispiel zeigt deutlich: Empfehlungsschreiben sind keine Formalität. Sie können den Ausschlag geben, vor allem dann, wenn mehrere Bewerber fachlich ähnlich stark sind.
Warum man die Bewerbung nicht auf gut Glück starten sollte
Eine Bewerbung für ein Internat in England beginnt nicht mit dem Ausfüllen eines Formulars. Sie beginnt mit Vorbereitung.
Welche Schule passt wirklich zum Kind? Welche Unterlagen werden verlangt? Wer sollte die Referenz schreiben? Und wann ist der richtige Zeitpunkt, die Schule in Deutschland anzusprechen?
Viele Probleme entstehen, wenn diese Fragen erst spät gestellt werden. Zu spät angefragte Lehrkräfte, fehlender Kontext für das Empfehlungsschreiben oder Unterlagen, die nicht zur Zielschule passen, lassen sich später kaum noch korrigieren.
Der britische Bewerbungsprozess folgt einer eigenen Logik. Interview, Schulreferenz, Motivation und akademisches Profil greifen ineinander. Wer sich früh mit dem Bewerbungsprozess für Internate in England beschäftigt, schafft Klarheit und vermeidet unnötige Fehler.
Empfehlungsschreiben als Teil einer Gesamtstrategie
Ein gutes Empfehlungsschreiben wirkt nicht isoliert. Es entfaltet seine Wirkung erst dann, wenn es Teil einer stimmigen Gesamtbewerbung ist.
Dazu gehören:
- eine realistische Auswahl passender Internate
- eine klare Abstimmung zwischen Motivation Letter, Interview und Referenz
- ein Zeitplan, der Lehrkräften ausreichend Vorlauf gibt
Gerade bei Bewerbungen nach Großbritannien ist es hilfreich, sich früh einen Überblick über die Internate in England und ihre jeweiligen Profile zu verschaffen. Wer strukturiert vorgeht, erhöht die Chancen deutlich und reduziert Stress auf allen Seiten.
Timing und Vorbereitung
Lehrkräfte schreiben Empfehlungsschreiben nicht zwischen Tür und Angel. Wer frühzeitig anspricht, klare Fristen nennt und transparent macht, welche Schulen im Fokus stehen, schafft gute Voraussetzungen für eine aussagekräftige Referenz.
Hilfreich ist eine kurze Übersicht zum bisherigen Schulweg, zu Interessen und Zielen des Kindes. So entsteht ein Schreiben mit Substanz und nicht nur ein allgemeiner Standardtext.
Internat FAQ
Braucht man für jedes Internat in England ein Empfehlungsschreiben?
Nein, man braucht nicht für jedes englische Internat ein Empfehlungsschreiben. Die Anforderungen unterscheiden sich. Manche Internate verlangen eine Schulreferenz, andere einen Motivation Letter, einige beides.
Wer stellt das Empfehlungsschreiben in Deutschland aus?
In der Regel stellt eine aktuelle Lehrkraft oder die Schule selbst das Empfehlungsschreiben aus. Entscheidend ist die Nähe zum schulischen Alltag.
Akzeptieren englische Internate Referenzen von staatlichen Schulen in Deutschland?
Ja. Die Schulform ist unerheblich, solange die Referenz offiziell und aussagekräftig ist.
Wie wichtig ist das Empfehlungsschreiben im Vergleich zu Noten?
Empfehlungsschreiben sind ein zentraler Bestandteil der Entscheidung und ergänzen Noten sowie Testergebnisse um eine Einschätzung von Arbeitsweise, Persönlichkeit und sozialem Verhalten. Wie stark sie im Verhältnis zu den akademischen Daten gewichtet werden, hängt von der einzelnen Schule und der konkreten Bewerbungssituation ab.
Wann sollte man mit der Planung beginnen?
Idealerweise sollte man mit der Planung mehrere Monate vor der Bewerbung beginnen. Eine frühe, strukturierte Vorbereitung erhöht die Erfolgschancen deutlich.
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Julia Wilmes
Geschäftsleitung
Familien bei diesen wichtigen Schritten im Bildungsweg ihrer Kinder begleiten zu dürfen, ist seit der Gründung von Akademis zu meinem Herzensprojekt geworden. Deshalb ist es mir umso wichtiger, dass wir uns jedem Internatssuchenden einfühlsam und persönlich widmen.







