IB- vs. A-Level-Abschluss: Welcher Abschluss passt zu wem?

Der IB- und der A-Level-Abschluss sind die üblichen Abschlüsse an vielen britischen Internaten. Einige Schulen bieten beide an, andere nur einen. Dieser Aspekt sollte also durchaus in den Entscheidungsprozess mit einfließen. Doch was sind das für Abschlüsse? Was unterscheidet sie voneinander?

A-Levels: weniger Fächer, klares Ziel

Die A-Levels sind der gängige englische Schulabschluss. Bei diesem wählen die Schüler drei oder vier Fächer, die sie in ihren letzten beiden Schuljahren einzig belegen und in denen sie Prüfungen ablegen. Zum größten Teil sind die Fächer frei wählbar, sodass die Schüler nach Eignung und Präferenz ihre Kombinationen zusammenstellen können. Es sollte jedoch angemerkt werden, dass für ein Studium in Deutschland eine Sprache belegt werden muss, sowie Mathematik oder eine Naturwissenschaft. Zusätzlich gibt es bei bestimmten Studiengängen noch weitere spezifische Voraussetzungen. Gerne helfen wir Ihnen hier weiter.

Dieser Abschluss sollte angestrebt werden, wenn Schüler bereits recht genau wissen, was sie nach der Schule machen möchten. Die Fokussierung auf sehr wenige Fächer erlaubt einen Tiefgang in jedem einzelnen, der optimal auf ein Studium in einem der gewählten Fächer vorbereitet. Außerdem fordern A-Level-Kurse eigenständiges Arbeiten.

Weiterhin ermöglicht dieser Abschluss, alle Fächer abzuwählen, die für die angestrebte Richtung nicht relevant sind und nicht zu den persönlichen Stärken zählen, die also eher den Notenschnitt negativ beeinflussen würden. Damit sind die Chancen größer, einen sehr guten Abschluss zu machen, mit dem man den gewünschten Studienplatz bekommt.

IB-Diplom: breitgefächerte, ganzheitliche Bildung mit internationalem Ruf

Das IB-Diplom (International Baccalaureate) ist ein international anerkannter Schulabschluss aus der Schweiz, der sich aus sechs Fächern und einigen zusätzlichen Projekten und Qualifikationen zusammensetzt. Das Ziel des IB ist es, unabhängiges, kritisches Denken bei ganzheitlich gebildeten Schülern zu fördern.

Hierbei werden sechs Fächer aus mindestens fünf Themenbereichen gewählt (zwei Sprachen, Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik, Künste), sodass eine breiter gefächerte Bildung angestrebt wird als bei den A-Levels.

Zusätzlich wird ein Extended Essay gefordert, bei dem ein Schüler eigenständige Recherche zu einem Thema anstellt, und der Kurs Theory of Knowledge muss belegt werden. Dieser erkundet die Bezüge zwischen den einzelnen Fächern und fördert kritische Reflexion in internationalem und persönlichem Kontext.

Schließlich gewährleistet das CAS-Programm (Creativity, Activity, Service) durch kreative, sportliche und gemeinnützige Aktivitäten außerhalb des Curriculums einen balancierten Alltag und eine ganzheitliche Bildung.

Dieser Abschluss bietet sich für deutsche Schüler besonders an, da zwei Sprachen belegt werden müssen – mit Deutsch und Englisch bringen sie dafür bereits beste Voraussetzungen mit. Vor allem ist das IB geeignet, wenn man sich alle Optionen offenhalten möchte, denn mit diesem Abschluss kann man auf der ganzen Welt studieren. Das IB-Diplom ist jedoch sehr anspruchsvoll und zeitintensiv.

Fazit: Abschlüsse an britischen Internaten

Beide Abschlüsse, IB und A-Levels sind angesehene und anspruchsvolle Qualifikationen, die ihre Schüler auf die Zukunft vorbereiten sollen. Wer sich alle Optionen an Studiengängen und Studienorten offenhalten möchte, ist mit dem IB gut beraten. Wer dagegen bereits genau weiß, was er studieren möchte, wählt eventuell besser eine Schule aus, die die A-Levels anbietet, um sich auf wenige Fächer zu spezialisieren und eine bestmögliche Note zu erzielen.